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Ein Weg über die Alpen: Radweg Via Claudia Augusta

Via Claudia Augusta

Etappe 3: Von Landeck über den Reschenpass bis Glurns

[ Übernachten | Orte am Weg | Kurzbeschreibung | Karte | Anschlusstouren ]
Stand: 31.05.2010
 

Kurzbeschreibung:


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Via Claudia Augusta: Die 3. Etappe der "Via Claudia Augusta" folgt von Landeck aus dem steilen, wildromantischen Inntal bergauf und nutzt ab und zu die originale Streckenführung der ehemaligen Handelsstraße.
Der Radweg ist nach wie vor mit dem "Via Claudia-Zeichen" beschildert, folgt aber meist einer als "Radwanderweg" bezeichneten Strecke.
Herrliche Ausblicke belohnen die recht kräftigen Anstiege.
Ab Prutz wird es zunächst wieder flacher und der Radweg führt auf einer asphaltierten Nebenstraße durch das enge Inntal bis Pfunds.
Auf dem Abstecher auf die schweizer Seite bis Martina erleben Sie nun ein wildromantisches Tal zuerst entlang des Inns. Weit oben in der Wand radeln Sie bis zum Grenzort Martina.
Nun beginnt der unvermeidliche Anstieg zum Reschenpass über 11 Kehren.
Nach dem ersten Pass bei Naudersmühlen geht es wieder bergab bis Nauders. Hinter dem Schloss steigt der Radweg bis zum Reschenpass, der aber noch unterhalb der geografischen Passhöhe liegt.
Ein kleiner Anstieg, dann erleben Sie den beeindruckenden Blick auf den Reschensee mit dem bekannten Kirchturm des versunkenen Graun.
Nach der Staumauer liegt der sagenhafte Vinschgau vor Ihnen.
Steile Abfahrten auf Wirtschaftswegen führen nun verdient ins Tal hinab bis Glurns.

Tipp: Wer sich die schwierigen Bergetappen sparen möchte, einen Gepäckservice oder Rückholservice wünscht, wir bei www.bikeshuttle.at fündig.

Achtung: Die Vinschgaubahn fährt momentan auf Grund eines Unfalles nicht durchgängig von Meran nach Mals. Die Zwischenetappe übernimmt ein Bustransfer, der keine Räder mitnimmt.
Bitte wenden Sie sich an www.bikeshuttle.at, dieser Dienstleister fährt von Meran ins Vinschgau. (31. Mai 2010)

Ausgangspunkt: Landeck am Inn (Österreich)
Ziel:
Glurns im Etschtal
Streckenlänge: etwa 90,0 km
Höhenmeter: 1244 m

 

Bikeline Radtourenbuch, Via Claudia Augusta

Auf den Spuren der Via Claudia Augusta

Veranstalter Österreich
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Literatur:

Bikeline Radtourenbuch, Via Claudia Augusta

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Karte:


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Karte Via Claudia Augusta, Etappe 3: Landeck bis Glurns 

 

Orte am Weg:


(Seitenanfang)


000,0 km Landeck
015,5 km Prutz
019,5 km Ried
026,0 km Tösens
034,5 km Pfunds
049,0 km Martina
059,5 km Nauders
068,0 km Reschen
076,0 km St. Valentin
083,0 km Burgeis
090,0 km Glurns

Zeichenerklärung, Legende:

-> Ort: zeigt die Entfernung zum nächsten Ort
<- Ort: zeigt die Entfernung zum vorherigen Ort, also rückwärts
->0 Ort: zeigt die Entfernung zum Etappenziel
0<- Ort: zeigt die Entfernung zum Ausgangspunkt

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Landeck

Entfernungen: -> Prutz: 15,5 km, <- Landeck: 0,0 km,
-> O Etappenziel: 90,0 km, O<- Startpunkt: 0,0 km

Landeck liegt an einer strategisch wichtigen Stelle im Inntal. Seine Lage an der Via Claudia Augusta aus römischer Zeit und die mittelalterlichen Burgen und Schlösser aus dem Mittelalter dokumentieren dies anschaulich.
Am beeindruckendsten liegt die Ruine Schrofenstein auf der Innseite in exponierter Lage auf einem steilen Fels gegenüber der Stadt.

Landeck Landeck überragt vom Schloss (Bild laden)

Schloss Landeck überragt die Stadt und war früher ein Gerichtssitz und Wohnsitz des landesfürstlichen Pflegers.
Zahlreiche Pensionen, Privatunterkünfte und Hotels machen die Stadt zum idealen Etappenziel.

Der Fahrradweg verlässt die Stadt und führt über den Inn auf die flussaufwärts rechte Seite. Erst folgen Sie der Straße, dann zweigen Sie gut beschildert auf den "Radwanderweg" nach rechts ab und fahren danach steil bergab zum Inn auf einen naturbelassenen Wirtschaftsweg hinunter.
Nun geht es steil neben dem tosenden Inn im Wald bergauf.

Ab und zu passieren Sie kleine Aussichtsbänke mit Blick auf den wilden Fluss.
Nach der Waldetappe geht es zunächst flacher weiter und ab und zu erhaschen Sie einen Blick auf den Inn.

Blick auf den Inn Blick auf den Inn (Bild laden)

Der Radweg erreicht den kleinen Ort Urgen. Hier bitte aufpassen, der Radweg führt sehr karg beschildert über eine alte Holzbrücke über den Inn.

Blick auf den Inn Holzbrücke über den Inn (Bild laden)

Unterhalb des Ortes Fließ verläuft der Radweg nun etwa drei Kilometer auf einem Weg neben der Straße. Im Ort Fließ gibt es ein archäologisches Zentrum mit Funden der ehemaligen Via Claudia.
(Eine Alternative des Radweges verläuft schwer befahrbar durch Fließ weit oberhalb des Inns)

Brücke über eine Wehranlage Brücke über eine Wehranlage (Bild laden)

Am rechten Ufer des Sees geht es nun durch eine traumhafte Landschaft direkt am steilen Hang der 2000-er in Richtung Prutz.
Der Inn liegt hier ruhig wie ein See.

Der angestaute Inn Der angestaute Inn (Bild laden)

Die Berge rechts des Inns gehören zur Samnaungruppe und erreichen Höhen bis zu 2500 Metern.
Rechts oben auf einem Vorberg steht die beeindruckende Burg Laudegg, die zum Ort Ladis gehört.

Der angestaute Inn Burg Laudegg (Bild laden)

Beim Ort Entbruck überqueren Sie den Inn auf einer filigranen Bogenbrücke.


Prutz

Entfernungen: -> Ried: 4,0 km, <- Landeck: 15,5 km,
-> O Etappenziel: 74,5 km, O<- Startpunkt: 15,5 km

Prutz liegt auf der linken Innseite und ist der Zugang zum Kaunertal.
Der Ort ist auch für sein Heilwasser bekannt.

Radweg durch Prutz Radweg durch Prutz (Bild laden)

Der Radweg führt durch den Ort und beschreibt eine Rechtskehre, so dass der Radweg prinzipiell wieder dem Inn talaufwärts folgt.

Bei der Verbandsschule, kurz vor dem Anstieg der Straße, zweigt der Radweg nach rechts ab und führt durch den Schulhof.
Kurz danach folgt der asphaltierte Weg der Straßentrasse bis Ried.




Ried

Entfernungen: -> Tösens: 6,5 km, <- Prutz: 4,0 km,
-> O Etappenziel: 70,5 km, O<- Startpunkt: 19,5 km

Ried ist sehr langgezogen und erst nach der Kirche erscheint das bekannte Schloss Sigmundsried. Die trutzige Dorfburg wurde im 14. Jahrhundert als dreistöckiger Wohnturm erbaut und durch einen Wohntrakt ergänzt.
Im 15. Jahrhundert wurde der Turm zum Jagdschloss umgebaut.

Schloss Sigmundsried Schloss Sigmundsried (Bild laden)

Der Fahrradweg verlässt nun Ried bergwärts. Die kleine Straße steigt an und gewährt aus der Höhenlage heraus schöne Blicke auf das von Felswänden eingerahmte Inntal.

Nach dem Ort St. Christina, der hauptsächlich durch seine barocke Kirche auffällt, unterquert der Fahrradweg die Bundesstraße und führt in Richtung Inn. Über eine Brücke geht es über den Inn und in einer schönen Abfahrt erreichen Sie nun Tösens.




Tösens

Entfernungen: -> Pfunds: 8,5 km, <- Ried: 6,5 km,
-> O Etappenziel: 64,0 km, O<- Startpunkt: 26,0 km

Tösens Tösens und die Berge (Bild laden)

Ab Tösens fahren Sie an der rechten Innseite und radeln nun wechselnd auf kurze gemeine Hügel, um dann keuchend oben angekommen wieder in rauschender Talfahrt nach unten zu fahren.

Genauso hügelig geht es nun am steilen Berghang weiter über Tschupbach und Schönach. Kurz vor Lafairs könnten Sie für die Originalroute der Via Claudia die Bundesstraße überqueren, aber schöner und aussichtsreicher ist der Weg über die kleine Landstraße rechts des Inns.
Über Lafairs erreichen Sie nun wieder über Hügel den Ort Birckach.

Von hier aus bietet sich ein Traumblick auf Pfunds.

Blick auf Pfunds Blick auf Pfunds (Bild laden)

Der Radweg führt nun hinunter ins Tal und überquert schließlich den Inn.




Pfunds

Entfernungen: -> Martina: 14,5 km, <- Tösens: 8,5 km,
-> O Etappenziel: 55,5 km, O<- Startpunkt: 34,5 km

Pfunds wurde durch den Handel zwischen Italien und Nordeuropa reich.
Es hat stattliche Häuser und kleine verwinkelte Gassen.

Kleine Gassen in Pfunds Kleine Gassen in Pfunds (Bild laden)

Durch die Gassen erreichen wir die letzen Häuser von Pfunds und finden noch eine Möglichkeit zum Einkehren.
In einer Pension fragen wir nach Apfelschorle und dürfen auf der Terrasse Platz nehmen. Wir trinken uns satt, erhalten sogar Kuchen kostenlos dazu - und das zu einem sehr moderaten Preis.

Verdiente Pause in Pfunds Verdiente Pause in Pfunds (Bild laden)

Die Oma des Hauses erzählt uns noch, dass die hiesigen Bauern gemeinsam eine Quelle besitzen und normalerweise Strom erzeugen. Im Sommer aber nutzen Sie das Wasser, um die Wiesen zu bewässern. So bleiben in diesem Talbereich die Wiesen sogar im Hochsommer grün.

Der Fahrradweg folgt zunächst dem ebenen Talverlauf, steigt dann aber steil an um einen Hügel zu überqueren.

Blick auf das Unterengadin Blick auf das Unterengadin (Bild laden)

Nach der schönen Abfahrt unterqueren Sie die Kajetansbrücke der Reschenstraße und radeln im Wald in einer Schleife wieder hinauf zur Reschenstraße.
Auf der viel befahrenen Straße radeln Sie zurück über die Kajetansbrücke auf die rechte Seite des Inns.
Hier zweigt nach links die Straße nach Martina ab und schon kurz darauf passieren Sie die Grenze.

Nach der österreichischen Grenze zur Schweiz verläuft der Radweg auf der Straße. Die Fahrtrasse folgt erst dem Inn, steigt dann aber steil entlang der Felswände an.

Felswände im Inntal Felswände im Inntal (Bild laden)

Man zweifelt fast, ob dies wohl richtig sei, weil die links des Inns verlaufende Reschenstraße gleich hoch über dem Inn verläuft, denn der Übergang über den Inn erfolgt sicher wieder auf Talniveau. Aber es gibt nur diese Straße.

Bald radeln Sie über einen kleinen Pass und erreichen dahinter eine schöne Abfahrt.
Glücklicherweise hat der Inn auf der ganzen Strecke ein starkes Gefälle, so dass die erstrampelten Höhenmeter bergabwärts wesentlich weniger sind und somit nicht ganz umsonst waren.

Nach der Galerie Nach der Galerie (Bild laden)

Durch eine dunkle und lange Galerie – Licht wäre hier nicht schlecht – erreichen Sie bald wieder Flusshöhe.
Karge Felswände mit Quarzadern begrenzen die rechte Straßenseite.




Martina

Entfernungen: -> Nauders: 10,5 km, <- Tösens: 14,5 km,
-> O Etappenziel: 41,0 km, O<- Startpunkt: 49,0 km

Martina heißt zu deutsch Martinsbruck und ist seit Verlegung des Grenzpunktes Finstermünz im Mittelalter neuer Grenzpunkt zwischen Österreich und der Schweiz. Es liegt auf einer Höhe von 1035 Metern.
Martina ist der Grenzpunkt der schweizer Zöllner. Freundlich geben sie Auskunft über die Route und trösten uns, dass ein Teil der Strecke auf die Norbertshöhe (1461 m) im schattigen Wald verläuft.

Über die Innbrücke geht es nun wieder auf die linke Seite des Flusses nach Österreich.

Elf Serpentinen Elf Serpentinen (Bild laden)

Die Passstraße zur Norbertshöhe beginnt schon mit mittlerer Steigung. Elf nummerierte Kehren warten auf dem Weg bis zum Pass, der auf 1461m liegt.
Rechte und linke Kehre zählen getrennt! Die Steigung liegt zwischen 7% und 9% und ist durchaus erträglich.

Schon bald bietet sich ein herrlicher Talblick durch den lichten Wald und Sie sehen die beeindruckenden Berge des Unterengadin, die das Inntal überragen.

Nach der letzten, steilen Rechtskehre erreicht die Straße die Passhöhe, auf der das Hotel Norbertshöhe steht.
Im Hotel erhalten Radfahrer auf Nachfrage ihre Flaschen zu einem absoluten Sonderpreis gefüllt! Sehr radfahrerfreundlich.

Zur Weiterfahrt geht es nun wieder bergabwärts in Richtung Nauders.




Nauders

Entfernungen: -> Reschen: 8,5 km, <- Martina: 10,5 km,
-> O Etappenziel: 30,5 km, O<- Startpunkt: 59,5 km

Der Ski- und Ferienort Nauders liegt an einem Südhang. Markant überragt die Burg den weitläufigen Ort.

Blick auf Nauders von der Bergseite Blick auf Nauders von der Bergseite (Bild laden)

Nauders war bereits in römischer Zeit eine Besiedlung an der Via Claudia Augusta und hieß seinerzeit "Inutrium".
Urkundlich erwähnt wurde es im Jahre 1050 im Zusammenhang mit dem Handelsweg. Herzog Sigmund ließ in Nauders eine Zollfestung anlegen, die aber nur noch als Ruine erhalten ist.
Burg Naudersberg stammt aus dem Jahre 1200, sie wurde aber im 14. Jahrhundert stark umgebaut und erweitert.

Nach der Talfahrt müssen Sie in Nauders die vielbefahrene Reschenstraße überqueren.
Der Radweg folgt kurz der Reschenstraße und zweigt dann in den Ort Nauders ab. Bergauf an der Burg vorbei geht es nun weiter.

Blick auf Burg Nauders Blick auf Burg Nauders (Bild laden)

Nach einem guten Kilometer passieren Sie die Bergbahnen und radeln auf dem asphaltierten Bauernweg weiter durch das Hochtal.

Der Radweg passiert einige Bauernhöfe und erreicht dann die Grenzstation "Reschenpass", deren Name eigentlich falsch ist, denn der geographische Pass liegt etwa 50 Höhenmeter weiter oben.
Hier stehen noch die ehemaligen Gebäude der Zollstationen und die Gastronomie und die Touristenläden zehren immer noch vom alten Status Grenze.
Der Reschenpass verbindet den Vinschgau mit Tirol.

Das Passbild Unser Pass-Bild (Bild laden)

Der Radweg bleibt links der Straße und führt noch kurz der Straße entlang, dann kreuzt er die Passstraße und führt auf der anderen Straßenseite weiter.
Jetzt geht es durch die Felder weiter und der Radweg steigt nochmals gut 50 Höhenmeter an. Ohne Schilder überqueren Sie die geografische Passhöhe.

Herrlich liegt hier der Reschensee, umrahmt von gewaltig hohen Bergen.




Reschen

Entfernungen: -> St. Valentin: 8,0 km, <- Nauders: 8,5 km,
-> O Etappenziel: 22,0 km, O<- Startpunkt: 68,0 km

Reschen, oder italienisch Resia, liegt an der nördlichen Spitze des Reschensees. Der See wurde erst nach dem 2. Weltkrieg als Stausee angelegt.
Vorher lag im Tal das Dorf Graun, der Grauner See und der Reschensee.
Das Dorf Graun wurde vor der Stauung und Überflutung verlegt, nur der Kirchturm wurde als sichtbares Andenken nicht abgebrochen. Heute ist er schlichtweg die Touristenattraktion am Reschensee.

Der Reschensee Der Reschensee (Bild laden)

Der Fahrradweg folgt der linken Seeseite und führt abwechselnd direkt am See oder auf einem Radweg entlang der Straße weiter.
Im Hintergrund steht am Horizont die gewaltige Bergkette des Ortlermassives.

Nach etwa 3 km erreichen Sie den Kirchturm der versunkenen Kirche St. Anna. Er liegt in einer Bucht unweit des Ufers.

Gruppenbild am Reschensee Gruppenbild am Reschensee (Bild laden)

Ein großer Parkplatz bietet den zahlreichen Touristenautos Platz, denn hier halten fast alle!

St. Anna im Reschensee St. Anna im Reschensee (Bild laden)

Der Radweg umgeht den Startplatz einer Surfschule und führt dann wieder auf die Bundesstraße zu.
Der Fahrradweg folgt nun einer Trasse direkt neben der Straße bis zur Staumauer.

Am Ende des Sees folgt der Fahrradweg kurz nach der Staumauer einer unbefestigten Straße nach St. Valentin, das etwa einen Kilometer unterhalb des Reschensees am Haidersee liegt.




St. Valentin

Entfernungen: -> Burgeis: 7,0 km, <- Reschen: 8,0 km,
-> O Etappenziel: 14,0 km, O<- Startpunkt: 76,0 km

St. Valentin war in der Römerzeit eine Pferdekutschenstation an der Via Claudia Augusta.
Später gründete hier ein wohlhabender Bürger aus Burgeis ein Hospiz für Reisende und Hilfsbedürftige.

Der Fahrradweg geht idyllisch, aber asphaltiert am rechten Seeufer des Haidersees entlang und bietet herrliche Blicke auf den See und ein Naturschutzgebiet.

Der Haidersee bei St. Valentin Der Haidersee bei St. Valentin (Bild laden)

Die Etsch, die den Haidersee durchfließt, stürzt danach relativ steil bergab.
Der Fahrradweg folgt der wilden Etsch zunächst auf einem gewalzten Wirtschaftsweg.

Bald beginnt ein Asphaltweg und die Fahrt bergab beginnt richtig Spaß zu machen. Entlang eingezäunter, saftiger Wiesen erreichen Sie den historischen Ort Burgeis.




Burgeis

Entfernungen: -> Glurns: 7,0 km, <- St. Valentin: 7,0 km,
-> O Etappenziel: 7,0 km, O<- Startpunkt: 83,0 km

Burgeis hat einen schönen historischen Kern. Zahlreiche landwirtschaftliche Anwesen sind noch in die Ortsmitte integriert und schaffen ein vertrauliches, heimeliges Ortsbild.

Burgeis: Landwirtschaft gehört dazu Landwirtschaft gehört dazu (Bild laden)

Auch Burgeis hatte in römischer Zeit schon eine Befestigungsanlage an der Via Claudia Augusta.
Oberhalb des Ortes liegt der 2557 m hohe Berg Watles. Darunter liegt das Kloster Marienberg, das auf einer Höhe von 1340 Metern liegt. Es zählt als höchstgelegenes Benediktinerkloster und stammt aus dem Jahre 1060.

Zur Weiterfahrt halten Sie sich im Ort rechts und folgen der Straße. Der Radweg zweigt dann auf einen Wirtschaftsweg nach links ins Tal ab und umfährt die Burganlage. Diese Burg geht auf die Fürsten von Chur zurück, die dieses Bollwerk bereits im 13. Jahrhundert erbauten. Heute ist in der Burg eine landwirtschaftliche Schule untergebracht.

Burgeis: Die Fürstenburg in Burgeis Die Fürstenburg in Burgeis (Bild laden)

Der Fahrradweg folgt nun wieder einem steilen landwirtschaftlichen Weg bergab. Die steilste Stelle hat sage und schreibe 22%!
Gute Bremsen und viel Selbstvertrauen lassen hier bergab Geschwindigkeiten von über 60 km/h erreichen.

Der nächste Ort am Weg heißt Schleis. Von hier aus geht es mit etwas weniger Gefälle in ein schon breiteres Tal nach Laatsch.

Burgeis: Die Fürstenburg in Burgeis Türme in Laatsch (Bild laden)

Hier fällt der romanische Turm neben der eigentlichen Kirche auf.

Nach Laatsch wird das Tal breiter. Von rechts her fließt der Rambach vom Val Monastero kommend ins Etschtal.
Vor Glurns vereinigen sich beide Flüsse und erreichen gemeinsam die alte Stadt.

Abfahrt nach Glurns Abfahrt nach Glurns (Bild laden)

Der Radweg überquert bergab einen Hügel mit halbrunden Festungsbollwerken aus den Weltkriegen und erreicht dann die vollkommen ummauerte Stadt Glurns.




Glurns

Entfernungen: -> Glurns: 0,0 km, <- Burgeis: 7,0 km,
-> O Etappenziel: 0,0 km, O<- Startpunkt: 90,0 km

Glurns ist laut Prospekt die kleinste Stadt Südtirols.
Noch wie im Mittelalter ist sie vollkommen ummauert und hat auch innen seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt.

Glurns an der Etsch Glurns an der Etsch (Bild laden)

Mehrere stabile Stadttürme verbinden die begehbare Mauer. Die schönen Straßenzüge mit einzigartigen Häusern vereinigen sich alle am Stadtplatz.
Seine Wehrhaftigkeit erhielt Glurns bereits im 13. Jahrhundert. Die Stadt wurde als Bollwerk gegen die Fürstbischöfe von Chur befestigt und hat ihre Wehrhaftigkeit bis heute bewahrt.

Straßenzug in Glurns Straßenzug in Glurns (Bild laden)

Die Innenstadt hat ein wunderbares Flair und man sitzt gerne auf eine Bank und genießt das südliche Ambiente.








Anschlusstour


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Etappe 4: Von Glurns bis Bozen

Etappe 2: Von Füssen bis Landeck

Etschtalradweg: Von Mals nach Bozen

Überblick Via Claudia Augusta


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